Über die Schwäche
Die Installation, die das Iserlohner Projekt erweitert, besteht aus 32
verwitterten Holztafeln im alten Folioformat. Ein bemaltes Baum-Blatt ist in
einen negativen Holzschnitt mit seinem Umriss eingelegt und mit Glas geschützt.
Die Hölzer sind wie in einer mittelalterlichen Pultbücherei auf einem
schwankenden Gestell ausgelegt. Im engen Kellergewölbe verteilte Glühbirnen
beleuchten Bilder und Betrachtung.
Das aufgelöste Buch - Teil eines grösseren, das schwach sichtbare und winzige
Abbild, der brüchige Malgrund, die Bilder von menschlicher Kraft und Schwäche,
von Licht und Blendung sind Teil meiner Arbeit an einer Ästhetik des Hässlichen
als Umriss des Schönen. Das Buch von Karl Rosenkranz »Die Ästhetik des
Hässlichen«, Heraklits Buch über das Leben und Sterben unter dem Schlag der
Elemente und andere verwittern in Bambuspulten auf dem Außengelände der Galerie
oder ziehen den Blitz an.
Entfernte Objekte
Anonyme Anbringung von Schrift und Objekten parallel zur Installation in
Bielefeld und Belfort (F), Verwendung von Fragmenten des frühen griechischen
Philosophen Heraklit. Die Verwitterung, Zerstörung oder Entfernung der Arbeiten
wird im Internet und in den Galerien Artists Unlimited (D)
und Theatre Granit (F)
dokumentiert.
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